Kickers mit 6 Punkten in 5 Tagen

Mit zwei erkämpften Auswärtssiegen in Brunnen und Eschenbach innert fünf Tagen schaffte unser Fanionteam den Anschluss ans breite Mittelfeld. Somit konnte der schwache Saisonstart mit nur einem Auswärtspunkt und drei Heimpleiten etwas korrigiert werden. Vor allem das nun wieder etwas breitere Kader und die stabilisierte Defensive lassen die Verantwortlichen zuversichtlich in die Zukunft blicken. Am Samstag muss der FCK aber beweisen, dass Erfolgserlebnisse auch auf dem heimischen Rasen möglich sind. Mit Novazzano gastiert eine weitere Mannschaft aus dem Tessin auf Tribschen, die in den bisherigen Spielen ebenfalls sieben Punkte ergattern konnte. Anpfiff ist wie immer um 17.15 Uhr.

Forza Kickers!

Resultate und Rangliste

 

111. GV FC Kickers Luzern

Am 10. September fand die 111. GV des Vereins statt. Es waren 80 Personen anwesend. Nach dem geschäftlichen Teil, der unter der Leitung des Vize-Präsidenten Robert Laurent speditiv über die Bühne ging, liess man den Abend beim Theaterpavillon bei Wurst und Bier gemütlich ausklingen.
Erstmals waren auch die Spielerinnen des neuen FCK-Frauenteams dabei. Die Mannschaft trainiert seit August auf Tribschen und belegt aktuell Platz 2 der 4. Liga. Das Team setzt sich zusammen aus ehemaligen Spielerinnen des FC Adligenswil, des FCL und anderen.
Der Vorstand freut sich über den gelungenen Start des FFCK-Teams und heisst alle Spielerinnen, Coaches und Fans auf Tribschen herzlich willkommen.

Trainingsstart 1. Mannschaft

Die Sommerpause neigt sich dem Ende zu. Bald wird wieder trainiert auf Tribschen. Am Montag, 25. Juni 2018 erfolgt für die 1. Mannschaft der Trainingsstart für die neue Saison.

 

In der Vorbereitung sind folgende Testspiele geplant:


FC Kickers Luzern - FC Sursee (2. liga inter) -> Samstag 30.06.18, 17:15 Uhr, Tribschen

FC Kickers Luzern - FC Sarnen (2. liga inter) -> Freitag 06.07.18, 20:00 Uhr, Tribschen

FC Kickers Luzern - FC Stans (2. liga regional) -> Dienstag 10.07.18, 20:00 Uhr, Tribschen

FC Kickers Luzern - FC Perlen-Buchrain (2. liga inter) -> Samstag 14.07.18, 17:15 Uhr, Tribschen

FC Kickers Luzern - FC Triengen (3. Liga) -> Samstag 21.07.18, 17:15 Uhr, Tribschen

FC Kickers Luzern - SC Buochs (1. Liga)) -> Dienstag 24.07.18, 19:30 Uhr, Tribschen

FC Kickers Luzern - FC Küssnacht (2. liga regional) -> Samstag 28.07.18, 17:15 Uhr, Tribschen

FC Kickers Luzern - FC Altdorf (2. liga inter) -> Samstag 04.08.18, 17:15 Uhr, Tribschen

 

Der Meisterschaftsbetrieb startet am Wochenende vom 11. und 12. August.

Team OK Aa Junioren sind Cupsieger

Die A Junioren qualifizieren sich zum 4. Mal in Folge für den Cupfinal.
Das Finalspiel, unter der Leitung von Florim Zefi, wurde erfolgreich von den Team OK Aa Junioren, gegen den FC Altdorf, bestritten.
Nach 90 Minuten war die Partie torlos und so musste das Elfmeterschiessen entscheiden.
Die Aa Junioren vom Team OK blieben cool und konnten so den Cupsieg 2018 feiern!

 

Bild: regiofussball.ch

Kickers mit Vertragsverlängerungen

Der FC Kickers freut sich mitteilen zu können, dass das Trainerduo Faras Hayavi und Eduard Tanushi auch in der Saison 2018/19 für die sportliche Führung der 1. Mannschaft verantwortlich zeichnen wird.

Faras Hayavi stieg mit dem Team im Sommer 2017 überraschend in die 1. Liga auf. In der höheren Liga hingen die Trauben dann aber häufig zu hoch, Punkte und Tore wurden zur Mangelware.

 

Trotzdem ist es dem Trainerduo gelungen, die Spannung hochzuhalten und das Team zu stabilisieren. Während die Defensive in der 2. Saisonhälfte stark verbessert auftrat, gelang es weiterhin nicht, offensiv die entscheidenden Akzente zu setzen.

Mit der Vertragsverlängerung würdigt der Verein die akribische Arbeit von Faras und Edi und ist überzeugt, dass trotz Abstiegsblues in der 2. Liga inter wieder mehr Kickers-Tore bejubelt werden können.

Wer zu spät kommt, den bestraft der Fussball

Matchbericht: FC Kickers Luzern – FC Black Stars (0:1) 0:1

Wer zu spät kommt, den bestraft der Fussball

Eine kleine Unaufmerksamkeit in der 31. Minute entscheidet das Spiel zu Gunsten der Basler. Über 90 Minuten betrachtet war der Sieg zwar nicht gestohlen – allerdings auch nicht zwingend.

Bereits in den ersten Minuten des Spiels, kam es zu vielen Fehlpässen, die resultierten, als der Ball aus der Verteidigung ins Mittelfeld gespielt wurden. Obwohl der erste Pass in die zweite Zone einen Abnehmer fand, endete die Ballstafette wieder und wieder im Kickers-Mittelfeld.

So blieben Torraumszenen oder Konter in den ersten 25 Minuten Mangelware. Überhaupt zeigte sich Kickers an diesem Nachmittag mit weniger Offensivdrang, als noch gegen in den Auswärtsspielen gegen Schötz oder Langenthal. Das war vor allem deshalb schade, weil die Basler an diesem Samstag keinen schnörkellosen Fussball spielten, offensiv zwar durchaus Akzente setzten, aber immer wieder Mängel in der Verteidigung offenbarten. Diese zeigten sich vor allem in den letzten zehn Minuten des Spiels, als die Kickers zum letzten Aufbäumen ansetzten.

Während Kickers in der ersten Halbzeit versuchte, einen gepflegten Spielaufbau anzupeilen, versuchten die Basler das Spiel zumeist über das Zentrum mit einem anschliessenden raumöffnenden Pass über die schnellen Flügelspieler gefährlich zu machen. Nach einem Fehlpass auf der linken Kickers-Seite eröffnete man dem Gegner nicht nur viel Platz, sondern auch die erste Tormöglichkeit. Allerdings wurde dieser vom gut reagierenden Nikolai Strässle vereitelte.

Der gleiche Spieler mutierte in der 31. Minute allerdings zur tragischen Figur. Als die Basler einen gefährlichen Konterangriff lancierten und mit einem Ball in die Tiefe die Kickers-Abwehr ausser Gefecht setzen, verlässt Strässle das Tor zu spät und holt den Stürmer von den Beinen. Penalty für die Basler. Unhaltbar versenkt Micic Branislav den Ball im Netz. Anders als noch in der Vorrunde, als man in Basel eine 0:5-Niederlage kassierte, fuhr Kickers nicht aus der Haut und versuchte am eigenen Spiel festzuhalten. Dass das Glück an diesem Samstag auf Kickers-Seite stand, bestätigte sich in der 33. und der 52. Minute, als Kalayci Seyfettin nur den Querbalken traf.

Die Kickers wurden ihrerseits, über das ganze Spiel betrachtet, vor allem aus der zweiten Reihe gefährlich. In der 63. Minute war es Leonardo Würmli, der zum Schuss ansetzte und den Basler Torhüter damit überraschte, indem der Ball immer länger wurde. Schliesslich lenkte der Goalie den Torversuch aber noch knapp am Pfosten vorbei. Anders als noch vor der Pause näherte sich Kickers der Box des Gegners immer mehr, allerdings schaut bis dahin nichts Zählbares heraus. Nach einem fehlgeschlagenen Dribbling im Zentrum wurde es gar wieder gefährlich vor dem Kickers-Tor. Ein Flankenball landete im Strafraum an Kevin Kisungus Hand. Glück für Kisungu, dass der Schiedsrichter dieses Handspiel nicht ahndete.

In der 73. Minute war es wiederum Kisungu, der im Strafraum, dieses Mal in jenem des Gegners, für Furore sorgte. Er tankte sich an der Seite durch, allerdings fehlte beim folgenden Flankenball die Kraft, so dass der Ball unbedrängt von einem Basler-Verteidiger abgefangen werden konnte. Über das ganze Spiel betrachtet, hatten die Kickers sicherlich die eine oder andere gute Gelegenheit, via Kopfball oder Flanke im Strafraum des Gegners für Gefahr zu sorgen. Allerdings zeigte sich relativ deutlich, dass man in Puncto Kopfballstärke gegen Teams aus der ersten Liga vielfach das Nachsehen hat.

So beispielsweise in der 80. Minute, als Leandro Coelho Nunes in den Strafraum des Gegners Flanke, dort aber vergeblich auf einen Kickers-Kopf hoffte. Zwar zeigte sich Kickers vor allem in der zweiten Halbzeit torgefährlicher als in der ersten Halbzeit. Trotzdem reichte es am Ende für die Kickers nicht, in den letzten zehn Minuten aufs Offensiv-Gaspedal zu drücken. Yahia Abaidia sorgte in der 90. Minute für Herzklopfen, als er aus rund 30 Meter abzog. Als Flankenball gedacht, wurde der Ball immer länger und musste in letzter Sekunde vom Basler-Torhüter Steven Oberle über die Latte in den

Eckball geklärt werden. Über 90 Minuten betrachtet, wäre dieser Punktegewinn aber der Belohnung zu viel gewesen. Jedoch darf man monieren, dass Kickers bereits einige Male gegen andere Teams das eine oder andere Mal selber genügend Pech bekundet hatte. Wonach also ein Punktegewinn doch verdient gewesen wäre. Nur leider existiert der Konjunktiv im Fussball bisweilen immer noch nicht.

Aufstellung FC Kickers Luzern: Strässle Nikolai, Kisungu Kevin, Fischer Till, Kurmann Dario, Beever Lachlan, Villiger Sandro ©, Fischer Philippe, Abaidia Yahia, Aneas Barrios Eloy, Würmli Leonardo, Nunes Coelho Leandro Tiago

Aufstellung Black Stars: Oberle Steven, Farinha E Silva Ricardo ©, Micic Branislav, Mandal Marco, Uruejoma Moyo Ola, Binaku Bledar, Mumenthaler Tobias, Mbatchou Jasmin, Kalayci Seyfettin, Gaye Oumar, Sprich Ridje

Tor: 0:1 Micic Branislav 31. Minute (FC Black Stars Basel)

Ersatz FC Kickers Luzern: Beganovic Eldin, Dere Velat, Kistler Marco, Manuel Maumar Mauricio, Jelmini Manuel, Blagojevic Nikola, Raijc Krisian

Ersatz FC Black Stars: Covella Luciano, Dieng Sidy, Alic Ermin, Flocken Yannick, Hasler Pascal, Boulahdid Nabil Nacer, Ferreira Martins Daniel Fernando

Bericht: Marjana Ensmenger

Zwei Punkte in letzter Sekunde verloren

Matchbericht FC Langenthal – FC Kickers Luzern (0:0) 1:1  

Zwei Punkte in letzter Sekunde verloren 

Sie waren lange, die letzten vier Minuten der Nachspielzeit. Zu lange für die Kickers, die mit dem letzten Angriff des Gastgebers noch den 1:1-Ausgleichstreffer hinnehmen mussten. Die Enttäuschung, sie war nach dem Schlusspfiff riesig – vorerst. 

Das Thermometer zeigte an diesem heissen Sonntagnachmittag gegen 28°C im bernischen Oberaargau. Deshalb war die Devise vor dem Spiel gegen Langenthal klar: Energie sparen, geduldig agieren und gegen Ende des Spiels zuschlagen. Den ersten Punkt wussten beide Mannschaften umzusetzen. Die Kickers hatten über das ganze Spiel betrachtet mehr Offensivaktionen. Einmal mehr gelang es aber nicht, an den Führungstreffer in der 58. Minute durch Yahia Abaidia anzuknüpfen. Aber der Reihe nach. 

Bereits in der zweiten Minute lancierte Till Fischer Leandro Coelho Nunes. Dieser legte sich den Ball aber zu weit vor, so dass die Torchance gleichwohl wieder vereitelt wurde. Langental liess den Gegner in den ersten Minuten anrennen. Und beim diesem Anrennen blieb es zumeist. Langenthal wusste, wie man den Gegner zwar kommen liess, schloss die Räume in der Gefahrenzone aber gut. Anstatt in die Box des Gegners vorzurücken, unterliefen den Kickers immer wieder ärgerliche Ballverluste, denen ungenaue Zuspiele auf den Mitspieler zugrunde lagen. 

Langenthal musste seinerseits bis zur neunten Minute warten, ehe es ein erstes Mal gefährlich vor dem Gehäuse von Kickers-Torhüter Eldin Beganovic wurde. Nach einem Eckball wurde der Ball zu wenig konsequent aus dem Elfmeterraum der Kickers geklärt, so dass ein Langenthaler an den Ball kam und diesen auf das Tor brachte. Kevin Kisungu klärte in extremis. Auf der anderen Seite musste Sascha Studer gegen Sandro Villiger klären, als dieser in der 20. Minute von Leonardo Würmli in die Tiefe angespielt wurde. Studer konnte Villigers Abschlussversuch noch knapp um den Pfosten lenken.

Geprägt von den heissen Temperaturen machten sich Ermüdungserscheinungen auf beiden Seiten bemerkbar. Bei Langenthal, indem man den Gegner immer wieder anrennen liess, selber das Spieldiktat aber nie richtig in die Hände zu nehmen wusste und bei Kickers, indem Angriffe immer wieder im Sand verliefen, weil die Konzentration zuweilen abhandenkam. So plätscherte das Spiel in der ersten Halbzeit regelrecht dahin. Langenthal wartete immer wieder auf Konter-Gelegenheiten, Kickers andererseits versuchte dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken, beides misslang. 

In der 37. Minute war es wiederum der Gast aus Luzern, der gefährlich in Erscheinung traf. Würmli erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball, nahm Tempo in Richtung Strafraum auf, verzögerte den Pass auf Manuel Jelmini gekonnt und spielte in letzter Sekunde ab. Sein Mitspieler konnte den Ball aber nicht richtig unter Kontrolle bringen und schoss den Ball aus durchaus aussichtsreicher Position auf das Tor. Nur wenige Zeigerumdrehungen später tauchte Beever Lachlan gefährlich vor Studer auf. Nach einer perfekten Ballannahme in den Raum war der Torabschluss aber weniger erfolgsgekrönt. Lachlan schoss den Ball direkt in die Hände von Studer. Die nächste gefährliche Szene von Kickers gehörte wiederum Lachlan. An der Seite tankte er sich durch, spielte den Ball von der Grundlinie in Richtung Elfmeterpunkt. Dort stand aber weder ein Langenthaler noch ein Luzerner. Noch 45 Minuten hiess es also immer noch Langenthal 0, Kickers 0. 

Nach der durchaus faden Vorstellung in der ersten Halbzeit zeigte sich Langenthal vor allem zu Beginn der zweiten verändert. Dass Langenthal in der zweiten Hälfte gefährlicher wurde, muss sich Kickers teilweise auch auf die eigene Kappe schreiben. Während es in der ersten Halbzeit immer wieder Ballverluste im Mittelfeld der Kickers gab, kam es in der zweiten immer wieder zu gefährlichen Ballverlusten aus der Verteidigung heraus. 

Mit etwas Glück konnte sich Kickers in dieser Spielphase aber aus der Umklammerung des Gegners retten und gar den Führungstreffer erzielen. Ein schnell ausgeführter Konter über Villiger und Würmli

führte am Ende zu Yahia Abaidia. Dieser erhielt in der 58. Minute aus 12 Meter Distanz den Ball und schloss mit einem scharfen Schuss in die linke untere Ecke, an Studer vorbei, ab. Ähnlich wie in der 52. Minute nahm Kickers in der 63. Minute nach einem Angriff und einem Flankenball über die rechte Seite wiederum Glück in Anspruch, dass der Langenthal-Stürmer in dieser Aktion den Kopf wiederum nicht richtig über den Ball brachte. Stattdessen landete der Ball via Kopf einige Meter neben dem Tor. 

Ein weiterer Ballverlust von den Kickers in der 74. Minute führte wiederum dazu, dass Kisungu in der Mitte den Ball in der Manier eines Kickboxers mit dem Fuss ins Out befördern konnte. Während die Kräfte bei Kickers in den letzten Minuten zusehends schwanden (was auch der englischen Woche mit den Spielen am SA gegen Schötz und am MI gegen Bassecourts geschuldet war), erhielt der Gegner wiederum mehr Auftrieb. 

Hätte Kickers in der zweiten Halbzeit den Treffer zum 2:0 gesucht, wäre man in dieser Spielphase wohl nicht mehr derart unter Druck geraten. Dass die Kräfte aber nicht nur bei den Kickers langsam nachliessen, zeigte sich in der 76. Minute, als Leandro Coelho Nunes den Ball eroberte und aus gut 25 Meter einfach Mal abzog. Nicht nur die Zuschauer sahen den Ball zuerst über das Tor fliegen, auch FCL-Torhüter Sascha Studer schien den Ball im ersten Augenblick zu unterlaufen. Dank seiner Grösse konnte er den Ball letztlich noch über die Latte lenken. 

Fast wäre Studer aber zur tragischen Figur des Spiels geworden. In der 81. Minute scheiterte er beim Versuch, einen Mitspieler anzuspielen. Der Pass landete in den Füssen von Leandro Coelho Nunes, der den Ball nur noch an Studer hätte vorbei ins Tor schiessen müssen. Aber anstatt zu schiessen, versuchte Coelho Nunes den Torhüter zu umdribbeln, so dass Studer seinen Fehler wieder gut machen und den Ball krallen konnte. Es wäre vermutlich die Vorentscheidung gewesen.

Und so kam es zu den wohl längsten und unglücklichsten Minuten des Spiels für die Kickers. Zuerst hätte Sandro Villiger in der 92. Minute nochmals die Chance zum 2:0 für die Kickers gehabt, als der Langenthaler-Innenverteidiger einen Ball unterlief. Schade, dass Villiger in dieser Szene nicht etwas entschlossener den Abschluss suchte. Und so kam sie, die 94. Minute, die jedes Kickers-Herz schmerzt. Nach einem langen Ball in den Strafraum von Kickers konnte der Ball zwar zuerst aus der Gefahrenzone gebracht werden, allerdings war der Befreiungsschlag zu wenig konsequent. Der Ball landete wiederum in der gefährlichen Zone, in welcher Joel Scheidegger an den Ball kam. Via Ablenker landete der Ball dann zum grossen Ärgernis der Kickers-Anhänger im Tor. Der Frust? Er war nach dem Spiel riesig. 

Aufstellung FC Langenthal: Studer Sascha, Isch Dario, Schubert Philip Torsten ©, Kurmann Christoph, Mzee Daniel, Kisa Eren, Mezger Yves, Bem (Cornelio Bem Henrique), Selmani Ardi, Rodriguez Michaël, Gemperle Gregory

Aufstellung Kickers: Beganovic Eldin, Kevin Kisungu, Kurmann Dario, Till Fischer, Kistler Marco ©, Beever Lachlan, Abaidia Yahia, Sandro Villiger, Leonardo Würmli, Jelmini Manuel, Leandro Coelho Nunes

Tore: 58. Minute 0:1 Yahia Abaidia (FC Kickers Luzern), 94. Minute 1:1 Joel Scheidegger (FC Langenthal) 

Ersatz FC Langenthal: Scheidegger Joel, Abbatiello Emilio, Zimmermann Sven, Marinkovic Petar, Wolfinger Fabio, Jasari Driton

Ersatz FC Kickers Luzern: Strässle Nikolai, Dere Velat, Blagojevic Nikola, Raijc Kristian, Manuel Maumar Mauricio 

Bericht: Marjana Ensmenger

Der Abstieg rückt nach dem Unentschieden näher

Matchbericht FC Kickers Luzern – FC Bassecourt (1:0) 1:1  

Der Abstieg rückt nach dem Unentschieden näher

Zwei Pfostenschüsse und ein Lattentreffer in den letzten zehn Minuten bringen die Kickers wieder nicht auf die Siegesstrasse. Während die Kickers weiterhin mit ihrem Schicksal hadern und Pech bekunden, wird sich das Unentschieden für die Jurassen in der Zentralschweiz längerfristig wie ein gewonnener Punkt anfühlen. 

Die Schlüsselszene: Nach der 1:0-Führung zur Pause fasst sich Till Fischer in der 47. Minute ein Herz, tankt sich bis zum Strafraum der Jurassen durch. Dort wird er zwar von einem Verteidiger leicht nach links neben das Tor abgelenkt, Fischer schafft es aber, den Ball in die Mitte zu spielen. Dort agieren seine Mitspieler aber zu wenig aggressiv, so dass keiner wirkliche Ambitionen zeigt, an den Ball zu kommen. Stattdessen geht es wenige Sekunden auf die andere Seite. 

Weil Fischer in dieser Szene nach vorne stürmte, fehlt er hinten als wichtiger Mann in der Verteidigung. Der Gegenangriff landet vor den Füssen des pfeilschnellen rechten Aussenläufers von Bassecourt. Vorbei an Freund und Feind bringt er den Ball zuerst an Eloy Barrios Eloy und später auch an Marco Kistler vorbei, flankt zur Mitte und findet in Mevludin Cuskic einen dankbaren Abnehmer. 

Und während die Jurassen den Treffer frenetisch feiern, fragt man sich: Was wäre gewesen, hätte Kickers nach der Pause getroffen. Wären die Jurassen eingeknickt? Hätten die Kickers frischen Mut gefasst und ähnlich selbstbewusst wie gegen die Schötzer einige Tage zuvor weitergespielt? 

Statt sich also über den zweiten Treffer des Abends auf Seiten der Kickers zu freuen, hiess es, den Gegentreffer möglichst schnell zu verdauen. 

Das Spielsystem: Die Kickers traten an diesem Mittwochabend in einem 4-2-3-1 an. Heisst: Das Zentrum bei Ballverlust möglichst schnell schliessen und bei Ballgewinn möglichst schnell die Breite und Tiefe suchen. Ersteres gelang Kickers zumeist gut, auch wenn man im Zentrum des Öfteren den Ball hart zurückeroberte, um diesen in der nächsten Aktion gleich wieder zu verlieren. Zweites gestaltete sich angesichts der doch spiel- und zweikampfstarken Aussenläufer in den Reihen von Bassecourt schwer. 

Auf der linken Seite war es vor allem Aneas Barrios Eloy, der seinem Gegner mehrmals gefährlich davonlief. So auch in der 41. Minute, als eine Ballstafette über Teixeira und Coelho bei Aneas landete und dieser mit einem satten flachen Schuss in die untere Ecke für den Führungstreffer der Kickers besorgt war. Mit ein wenig mehr Glück, hätte Barrios in der 52. Minute nach einem Sololauf über links gar die Möglichkeit zum 2:1 für Kickers gehabt. 

Die Aluminiumtreffer: Neben drei Treffern an die Torumrandung von Bassecourt, trafen auch die Jurassen einmal an die Latte von den Kickers. Ähnlich wie Yahia Abaidia gegen den SC Buochs, hämmerte auch Leonardo Würmli den Ball in der 58. Minute aus praktisch derselben Freistossposition an die Latte. Der gleiche Spieler hatte auch in der 84. Minute Pech, als er nach einem Zuspiel durch Aneas wiederum nur den Pfosten des Bassecourter Tors traf. 

Das eigene Unvermögen: Obwohl Bassecourt zu zwei gefährlichen Torchancen kam, die besseren Torchancen gab es auf Seiten der Kickers. Nur: am Ende scheiterten sie am eigenen Unvermögen.
Unvermögen Nummer 1: Torhüter Eldin Beganovic machte keinen seriösen Eindruck in der 56. Minute, als er den Ball wenige Meter vor dem Strafraum gegen einen Jurassen verliert. Glück für die Kickers, dass Bassecourt in dieser Szene nicht Profit daraus schlagen konnte.  

Unvermögen Nummer 2: Der eingewechselte Sandro Villiger erhält nach einer Ballstafette über die rechte Seite im Strafraum der Jurassen den Ball knapp zwei Meter vor dem Torhüter. Anstatt den Ballin dieser Situation aber links oder rechts am Torhüter vorbeizuschieben, entschliesst sich Villiger zu schiessen und trifft dieser anstatt ins Tor nur den jurassischen Torhüter. 

Die Emotionen: Ein wild auf und ab tanzender Trainer der Jurassen machte an diesem Mittwochabend nicht nur den Trainer des Heimteams wahnsinnig, die Emotionen übertrugen sich auf die Spieler auf dem Platz. Von der harten Gangart ausgenommen, war weder das Heimteam, noch der Gast. Gelbe Karten regnete es ab der 70. Minute quasi im Fünf-Minutentakt (teilweise sogar noch schneller). Und als sich der Trainer von Bassecourt in der 90. Minute selber einwechseln liess, war das Pfeifkonzert auch auf den Tribünen nicht mehr zu stoppen. Begleitet von Pfiffen, „Buuuh-Rufen“ und dergleichen pfiff der Schiedsrichter die Partie in der 94. Minute ab. Es war ein Schlusspfiff, der unter dem ohrenbetörenden Lärm für viele gar nicht mehr hörbar war.  

Tore: 41. Minute 1:0 Eloy Barrios Aneas (FC Kickers Luzern), 47. Minute Mevludin Cuskic (FC Bassecourt) 

Aufstellung FC Kickers Luzern: Beganovic Eldin, Beever Lachlan, Kurmann Dario, Fischer Till, Kistler Marco ©, Fischer Philippe, Abaidia Yahia, Teixeira Calcada Marco Andre, Aneas Barrios Eloy Manuel, Würmli Leonardo, Nunes Coelho Leandro Tiago

Aufstellung FC Bassecourt : Fankhauser Severin, Ducummun dit Boudry Nathan, Barkin Devrim, Amaouchse Isamaël, Lachat Pascal, Cuskic Mevludin, Ducummun-dit-Boudry Jérémy, Monnerat Jérôme ©, Ghomrani Karim, Mobili Charlie, Erard Nolan

Ersatz FC Kickers Luzern: Strässle Nikolai, Presas Abreu Joao Ricardo, Kisungu Kevin, Jelmini Manuel, Villiger Sandro, Manuel Maumar Mauricio 

Ersatz FC Bassecourt: Sirufo Anthony, Chiquet Antonio, Bitiq Nuredin, Tela Shaip, Soltani Farid

Bericht: Marjana Ensmenger

Es fehlt nicht viel zum Sieg – nur das Quäntchen Glück

Matchbericht FC Schötz – FC Kickers Luzern (1:0) 2:0  

Es fehlt nicht viel zum Sieg – nur das Quäntchen Glück 

Die Kickers holen auch gegen die Schötzer keine Punkte im Abstiegskampf – wiederum wäre mehr drin gelegen. Die gezeigte Leistung darf aber hinsichtlich direkter Abstiegsduelle gegen Bassecourt, Langenthal und Sursee positiv stimmen. Diese rücken langsam näher.

Hätte ein neutraler Zuschauer, der von Fussball wenig versteht, das Spiel von den Luzerner gegen die Schötzer von der Zuschauertribüne aus gesehen, wäre sein Fazit womöglich so ausgefallen: Die Kickers haben in allen Belangen überzeugt. Nur: Am Ende fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss. 

Die Kickers zeigten sich im Vergleich zum Spiel gegen Buochs auf fünf Positionen verändert. Und diese Änderungen in der Aufstellung zeigten von der ersten Minute an Wirkung. Zuerst war es Leonardo Würmli, der in der zweiten Minute gefährlich in Szene gesetzt wurde. Anschliessend spielte Marko Brzovic einen Ball in die Schnittstelle auf Eloy Barrios, der sofort den Abschluss suchte. Dem Schötzer-Torhüter Dominic Stadelmann war es in dieser Szene zu verdanken, dass die Kickers nicht bereits in der sechsten Minute 1:0 führten. 

Erst in der achten Minuten kam Schötz das erste Mal gefährlicher über die Mittellinie. In der Folge wurde ein langer Pass auf die rechte Seite zwischen die beiden Verteidiger gespielt. Die Kickers-Verteidiger spekulierten in dieser Szene auf Offside, allerdings blieb der Pfiff des Schiedsrichters stumm – wie so oft in diesem Spiel. Yahia Abaidia opferte sich in dieser Szene, sprang in den Ball und wehrte den Schussversuch ab. Es schien, als hätte Kickers etwas von dem Vorrundenspiel gelernt; dort kassierte man noch zwei Tore aus der zweiten Reihe. 

Nur drei Minuten später, in der elften Minute, setzte erneut Würmli Barrios in Szene. Wieder tauchte Barrios gefährlich vor Stadelmann auf. Auch in dieser Szene behielt der Torhüter das bessere Ende für sich – er wehrte den Ball mit dem Fuss ab. 

Dass Schötz nicht die lauffreudigste Mannschaft der Liga ist, wusste man in den Reihen von Kickers. Gefährlich wurde es aber Mal für Mal über die linke Seite. Dort liess man dem Gegner deutlich zu viel Raum. Einer dieser Vorstösse mündete in der 18. Minute zu einem Tor für Schötz, das aber wegen Offsides aberkannt wurde – so stand es weiterhin 0:0. Anders als noch in der Vorrunde zeigte sich Kickers nicht nur geduldiger, sondern auch physisch präsent. Würmli, Abaidia und Brzovic erkämpften sich während des Spiels einige Male Bälle, mit denen Konter eingeleitet wurden. Allerdings fehlte es Kickers teilweise an „Kreativität“ – man könnte auch sagen, die Kickers waren zu anständig – und so suchte man nicht zwingend den direkten Weg zum Tor, sondern des Öfteren den Weg nach aussen. 

Quasi aus dem Nichts resultierte in der 38. Minute ein Angriff ausgehend vom Zentrum. Es war eine selten gesehene Szene während des Spiels, den ballführenden Spieler in dieser Szene laufen zu lassen. So hatte der Schötzer-Spielmacher gar noch die Zeit, sich den Ball auf den starken Fuss vorzulegen und draufzuschiessen. Perfekt getroffen landete der Ball in der linken halbhohen Ecke unhaltbar für Kickers-Torhüter Eldin Beganovic im Tor. Anders als noch in der Vorrunde liess man den Kopf aber nicht hängen, spielte munter weiter und kam in der 43. Minute fast zum 1:1. 

Abaidia spielte einen langen hohen Ball von halblinks auf Sandro Villiger in der Mitte, der den Ball auf das Tor bzw. an die Latte knallte. Wiederum bewies Stadelmann beste Torhüter-Reflexe – Villiger wäre aber Offside gestanden. Einen ähnlichen Angriff leitete Teixeira in der 45. Minute ein. Wieder war es ein Flankenball in den Strafraum, der für Gefahr sorgte. Es kam zur Rudelbildung, Verwirrung und am Ende landet der Ball am Pfosten. Mit Mühe befreien die Schötzer den Ball aus der Gefahrenzone in den Eckball. Von dort aus landet der Ball nach einem weiteren Abwehrversuch wiederum vor den Füssen eines Kickers-Spielers – Abaidia schoss den Ball knapp am Tor vorbei. 

 

In der zweiten Halbzeit starteten beide Teams verhalten. Gefährlich wurde es vor Beganovic erst in der 57. Minute, als ein Schötzer-Angriff über rechts vorgetragen und es anschliessend in der Mitte zu einem Spieler-Aufmarsch kam. 

Dass Kickers den direkten Weg zum Tor nicht genügend konsequent spielte, zeigte die Szene in der 58. Minute. Yahia Abaidia eroberte im Zentrum den Ball, nimmt Tempo auf und spielt den Ball wenige Meter vor dem Sechzehner auf den eingewechselten Manuel Jelmini. Besser wäre es hier gewesen, Mut zu fassen und aus 15 Metern abzuschliessen. Der angespielte Jelmini flankte in dieser Szene den Ball zu stark in die Mitte, wo ein Schötzer den Ball erlaufen konnte. 

Während des gesamten Spiels brillierten beide Teams mit zahlreichen Offsides. Einer dieser Angriffe, der als Offside abgestempelt wurde, hätte womöglich den Ausgleich für Kickers bedeutet. Manuel Jelmini lief seinem direkten Gegenspieler hinter dem Rücken weg, erhielt den Ball in die Gasse und lief Richtung Tor. Aber auch hier pfiff der Schiedsrichter auf Offside. 

Immer wieder setzte sich Brzovic im Zentrum durch und lancierte seine Mitspieler. Auch in der 70. Minute erkämpfte sich Brzovic im Zentrum den Ball und spielte diesen auf Sandro Villiger. Dieser schoss den Ball aber aus durchaus vielversprechender Position über das Tor. Zu diesem Zeitpunkt des Spiels merkte man, dass das Spiel auf beide Seiten kippen konnte. 

Und so kam es, dass in der 78. Minute ein selten gesehener Angriff der Schötzer über rechts zum 2:0 führte. Die Kickers hätten in dieser Szene, ähnlich wie beim 1:0, aggressiver agieren müssen. Stattdessen schaut man dem Schötzer aber zu und liess diesen schalten und walten, wie es ihm gefiel. Zwar wurde der Schötzer Mittelfeldspieler nach aussen abgedrängt, nur ging bei dieser Szene die Organisation in der Kickers-Hintermannschaft verloren, so dass sich der Stürmer freilaufen und den Ball noch der flachen Hereingabe nur noch einschieben musste. 

Die Kickers, hatten bis zu diesem Zeitpunkt nicht mehr nur die besseren, sondern auch mehr Torchancen gehabt. Allerdings kam das 2:0 einem Todesstoss gleich. Zwar versuchte Kickers auch in den letzten Minuten des Spiels den Anschlusstreffer zu erzielen, wieder und wieder suchte man aber zu wenig den Weg in Richtung Box, dort wo es für den Gegner gefährlich wird. Stattdessen machte man es den Schötzern mit hohen Bällen einfach, die Bälle herunter zu pflücken und wegzuschlagen. 

Trotz 2:0-Niederlage haben sich die Kickers von Spiel zu Spiel gesteigert. Nun folgen drei Wochen der Offenbarung: Es stehen die Duelle mit den direkten Abstiegskonkurrenten an. Es gilt, die Niederlage so schnell wie möglich zu verdauen, positive Emotionen aus den Spielen gegen den SC Kriens (3:3) und dem FC Schötz mitzunehmen und das nötige „Gras zu fressen“ – viel Gras. 

Tore: 39. Minute 1:0 Manuel Zobrist (FC Schötz), 79. Minute 2:0 Labinot Aziri (FC Schötz) 

Aufstellung FC Kickers Luzern: Beganovic Eldin, Kistler Marco ©, Kurmann Dario, Fischer Till, Beever Lachlan, Brzovic Marko, Abaidia Yahia, Teixeira Calcada Marco Andre, Aneas Barrios Eloy, Villiger Sandro, Würmli Leonardo

Aufstellung FC Schötz: Stadelmann Dominic, Ferricchio Luca ©, Stephan Joel, Skeraj Agron, Rapelli Yanick, Koch Michael, Zobrist Manuel, Zenger Claudio, Aziri Labinot, Nikmengajaj Eduard 

Ersatz FC Kickers Luzern: Strässle Nikolai, Presas Abreu Joao Ricardo, Kisungu Kevin, Jelmini Manuel, Fischer Philippe, Manuel Maumar Mauricio

Ersatz FC Schötz: Pekas Ante, Frey Luca, Kälin Nick, Jäger Oliver

Bericht: Marjana Ensmenger

Unnötig Punkte gegen einen Aufstiegskandidaten liegen gelassen

Unnötig Punkte gegen einen Aufstiegskandidaten liegen gelassen

Das verloren geglaubte Gespenst der frühen Tore kehrte gegen den SC Buochs wieder zurück. Ein Gegentreffer, der nicht nur die Niederlage einleitete, sondern im Nachhinein betrachtet auch völlig unnötig war. Denn die Kickers waren ebenbürtig – vor allem in den letzten zwanzig Minuten des Spiels.

Bereits in der 8. Minute schepperte es ein erstes Mal hinter Torhüter Eldin Beganovic. Vom Punkt aus traf Buochs in die Kickers-Maschen. Es war ein Penalty, der genauer betrachtet keiner war. Velat Dere traf klar den Ball, trotzdem blieb die Schiedsrichter-Pfeife an diesem warmen Samstagnachmittag nicht stumm.

Kickers liess sich durch das frühe Gegentor aber nicht aus der Ruhe bringe. In der 15. Minute kam es nach einem Eckball zu einer Grosschance für die Kickers. Der Ball schlitterte aber am Tor vorbei. Wenige Zeigerumdrehungen später war es wiederum Buochs, das aus der zweiten Reihe abzog. Aber auch hier fand der Ball den Weg ins Tor nicht. Dass Leben in der Mannschaft steckt, zeigte auch die Aktion von Sandro Villiger in der 22. Minute. Der Mut wurde in dieser Szene aber nicht belohnt und so blieb es beim Weitschussversuch.

Die Chance zum Ausgleich hätte Yahia Abaidia in der 24. Minute gehabt. Im Getümmel kam dieser nach einem Eckball zwar an den Ball, getraute sich aber nicht wie Villiger einige Sekunden zuvor, auf das Tor zu schiessen. Buochs seinerseits wurde vor allem dann gefährlich, als lange Bälle über die Seiten gespielt wurden. So wie in der 30. Minute, als Velat Dere nach einem ungenauen Spielaufbau von Kickers und einem unnötigen Ballverlust das Nachsehen gegen seinen Kontrahenten hatte und nur noch in den Ball reinschlittern konnte. In den Sekunden nach dem Zweikampf blieb Dere liegen – es der Verdacht einer Zerrung machte sich breit. Dieser sollte sich in den folgenden Tagen aber nicht bestätigen.

Die Kickers – so muss man kritischerweise sagen – machten sich das Leben mit Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung selber schwer. Zu fahrlässig wurden hart umkämpfte Bälle im Mittelfeld ohne grosse Gegenwehr den Buochsern überlassen. Gefährlich wurde es für die Kickers bei stehenden Bälle. Wie beispielsweise jenem Ball von Marco Kistler. Hätte Buochs in der ersten Halbzeit stärker aufs Gas gedrückt, wäre Kickers nicht mit einem 0:1-Rückstand in die Pause gegangen.

Nach der Pause zeigte sich Kickers nicht nur ballsicherer, sondern auch entschlossener in den Zweikämpfen. Die ersten zehn Minuten des Spiels gehörten ganz klar den Kickers. Gefährlich wurde es vor dem Buochser-Tor, als Leandro Coelho Nunes auf Leonardo Würmli ablegte, dessen Schussversuch wurde aber in letzter Sekunde geblockt. In der 52. Minute war es wiederum der in der Pause eingewechselte Leandro Coelho, der den Ball auf das Tor brachte. Dieser sah den Schussversuch aber vom Buochser-Torhüter Aaron Höngg glänzend um den Pfosten gezirkelt.

Dass sich individuelle Fehler in der ersten Liga krasser deutlicher niederschlagen, als noch in der 2. Liga Interregional bekam in der 57. Minute Marco Kistler zu spüren. Im Zentrum verlor dieser den Ball und leitete den Gegenstoss für Buochs ein. Der letztlich über Christophe Lambert zum 2:0 führte. Nach dem Gegentor war die Verunsicherung im Team deutlich erkennbar. Anstatt die Zweikämpfe nun noch konsequenter zu suchen und dem Gegner wenig Platz einzuräumen, stand man zuweilen zu weit vom Gegner entfernt, liess ihn vor allem im Mittelfeld schalten und walten, wie den Buochser lieb war. Nur drei Minuten nach dem 2:0 konnte Buochs ein weiteres Mal Profit schlagen. Im Fallen erzielte Michel Goncalves den dritten Treffer.

Wenn man den Kickers etwas hochanrechnen muss, dann ist es die Reaktion, die nach dem 3:0 folgte. Fortan biss man sich ins Spiel hinein. Leandro Coelho war wiederum für einen Schuss besorgt, der bei etwas mehr Glück anstatt am Pfosten, auch im Tor hätte landen können.

In der 72. Minute war es eine Ballstafette vom Heimteam über Leandro Coelho, Leonardo Würmli und Maumar Maurice, der wiederum an den Pfosten knallte.

Kickers markierte vor allem in den letzten zwanzig Minuten viele Torchancen. Einer dieser Versuche landete in der 80. Minute durch Leonardo Würmli im Buochser-Tor. Vorausgegangen war eine schöne Ballstafette über Leandro Coelho, der in der Mitte für Würmli durchliess, so dass dieser nur noch einschieben musste. Für Buochs begannen nach dem Tor quälende Minuten. Dass alle guten Dinge drei sind, zeigte sich als sich Yahia Abaidia in der 82. Minute den Ball aus aussichtsreicher Position zurechtlegte. Wiederum landete der Ball nur am Pfosten. Letzte Saison wäre dieser vermutlich noch im Tor gelandet.

Das Tor zum 2:3-Anschlusstreffer für Kickers hätte Buochs womöglich einen Punkt gekostet. Denn die letzte Szene des Spiels gehörte wiederum den Kickers. Leandro Coelho eroberte den Ball von einem Buochs-Verteidiger und spielte diesen in die Mitte. Dort haute Sandro Villiger aber zu stark auf den Ball, so dass dieser über das Tor hinwegflog.

Nach dem Spiel war man sich sicher, dass gegen dieses Buochs heute mehr drin gelegen wäre. Entsprechend enttäuschte Gesichter bekam man nach dem Spiel zu Gesicht. Trotzdem darf die Leistung vor allem in den letzten 25 Minuten des Spiels positiv stimmen. Sie hat gezeigt, dass die Mannschaft den Abstiegskampf angenommen hat. Kickers lebt.

Tore: 8. Minute 0:1 Patrik Gjidoda Penalty (SC Buochs), 58. Minute Christophe Lambert (SC Buochs), 62. Minute Michel Goncalves (SC Buochs), 80. Minute Leonardo Würmli (FC Kickers Luzern)

Aufstellung FC Kickers Luzern: Beganovic Eldin, Presas Abreu Joao Ricardo ©, Kurmann Dario, Dere Velat, Kistler Marco, Brzovic Marko, Abaidia Yahia, Opoku Daniel, Manuel Maumar Mauricio, Villiger Sandro, Würmli Leonardo

Aufstellung SC Buochs: Hönger; Marquez, Kirschenhofer, Diethelm, Haldi; Da Costa, Tanushaj; Gjidoda (70. Kehrer), Lambert (92. Niederberger), Haxhimurati; Unternährer (89. Wyss)

Ersatz FC Kickers Luzern: Strässle Nikolai, Fischer Till, Beever Lachlan, Teixeira Calcada Marco Andre, Aneas Barrios Eloy, Fischer Philippe, Nunes Coelho Leandro Tiago

Ersatz SC Buochs: Blättler Samuel, Guidotti Emanuele, Niederberger Markus, Kehrer Kevin, Wyss Nico

Bericht: Marjana Ensmenger

Gepunktet für die Moral

Gepunktet für die Moral

Eigentlich hätte in der dritten Minute bereits 1:0 für Kickers stehen müssen, hätte Leandro Coelho Nunes den Ball ein wenig tiefer auf das Tor köpfeln können. Am Ende resultierte trotzdem nur ein Unentschieden – aber es war ein wichtiger Punkt für die Moral. Auch wenn rückblickend mehr möglich gewesen wäre.

Sie war typisch, die dritte Minute im Spiel von Kickers. Wie so oft in dieser Saison landete der Ball anstatt im Tor, auf der Querlatte. Bälle, die in der Aufstiegssaison noch im Tor landeten, verfehlen das Tor dieses Jahr auf bizarre Weise. Es wäre der gewünschte Start nach Mass gewesen.

Das Spiel zwischen dem Mittelfeldteam aus Zug und den Kickers lieferte am Ende dann auch ein Resultat, das an Spektakel wenig zu bieten hatte. Das Spiel fand nicht nur vorwiegend im Mittelfeld statt, auch Torabschlussszenen waren (zumindest) in der ersten Hälfte, abgesehen von Coelhos Kopfball und Zugs Lattenschuss in der 20 Minute, Mangelware.

Beide Teams tasteten sich in den ersten Minuten ab. Man versuchte dem Gegner nur so viel Raum zu ermöglichen, wie er benötigte, ohne ihn gefährlich werden zu lassen. In beiden Reihen war es vor allem Ballverluste der Mittelfeldzone in die Box, die das eine oder andere Mal für Nasenrümpfen auf der Tribüne sorgten. Zug bekundete allerdings weniger Mühe, vor das Kickerstor zu gelangen. So waren in der 13. Minute nur gerade zwei Pässe nötig, um die Kickers-Abwehr schlecht aussehen zu lassen. Zu Fehlern in der Vorwärtsbewegung reihten sich individuelle Fehler. Einer eben dieser Fehler unterlief in der 28. Minute einem Kickers-Innenverteidiger, zu wenig stark auf Torhüter Beganovic spielte. Zug seinerseits war aber an diesem Nachmittag auch nicht konsequent genug im Abschluss und verfehlte das Tor in dieser Szene nicht haarscharf, sondern relativ deutlich.

Es lief bereits die 32. Minute, als Marco Kistler sich den Ball nahe der Strafraumgrenze bereit legte und draufhielt. Aber wie so oft in diesem Spiel resultierte auch in dieser Szene kein Tor. Die Kickers zeigten dadurch aber, dass sie durchaus in der Lage sind, für Gefahr zu sorgen.

Nach der Pause war es wiederum Zug, das mit einem Eckball dem Tor näher kam. Eine ähnliche Szenerie zeigte sich in der 59. Minute vor dem Kickers-Tor. Nach einem Freistoss von Zug wurde es hektisch vor Torhüter Beganovic. Der Ball konnte aber noch rechtzeitig aus der Gefahrenzone spedierte werden. Die 67. Minute gehörte wiederum den Kickers. Nach einem guten Vorstoss über die rechte Seite legte Leandro Coelho auf Leonardo Würmli auf. Der Abschlussversuch wurde von einem Zuger Verteidiger aber geblockt und in den Eckball abgelenkt. Der Vorstoss von Kickers kam sicherlich gelegen, denn zu diesem Zeitpunkt erhielt Zug immer mehr auftrieb.

Bis zur 80. Minute zeigte sich wiederum ein ähnliches Bild wie in der ersten Hälfte. Gefährliche Bälle, die in die Box des Gegners gespielt wurden, sah man auf beiden Seiten selten. Und dann brachen schliesslich die letzten zehn Minuten des Spiels an. Diese wiederum gehörten Kickers. Die beiden eingewechselten Aussenspieler Eloy Aneas Barrios und Beever Lachlan tankten sich gemeinsam auf der Seite durch. Barrios spielte auf Lachlan in der Mitte, dieser schoss aber aus aussichtsreicher Position am Tor vorbei.

Im Nachhinein wäre an diesem Tag sicherlich mehr als nur ein Punkt dringelegen. Weil sich aber die Kickers ihrerseits nicht besser zu verkauften vermochten als Zug, bleibt es bei einer fairen Punkteverteilung. Es gilt, die neugewonnen Moral auch im nächsten Spiel mitzunehmen und Punkte einzufahren. Wie diese letztlich gewonnen werden, interessiert im Abstiegskampf am Ende niemand – entscheidend ist, am Ende der Saison über dem Strich zu stehen.

Tore: keine

Aufstellung Zug 94: Weiss Marco, Wüest Julian, Ntsika Erick, Riedweg Manuel, Peter Nicola, Martino Pasquale, Burkard Ruben, Palatucci Davide ©, Mehidic Mirzet, Festic Kemil

Aufstellung FC Kickers Luzern: Beganovic Eldin, Kisungu Kevin, Kurmann Dario, Fischer Till, Kistler Marco ©, Brzovic Marko, Fischer Philippe, Villiger Sandro, Abaidia Yahia, Würmli Leonardo, Nunes Coelho Tiago Leandro

Ersatz Zug 94: Elsener Alexander, Veljkovic Damjan, Pozder Denis, Bertucci Luca, Yebra Basilio Samuel

Ersatz FC Kickers Luzern: Strässle Nikolai, Presas Abreu Joao Ricardo, Dere Velat, Beever Lachlan, Manuel Maumar Mauricio, Aneas Barrios Eloy, Raijc Kristian

Bericht: Marjana Ensmenger

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