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Wer zu spät kommt, den bestraft der Fussball

Matchbericht: FC Kickers Luzern – FC Black Stars (0:1) 0:1

Wer zu spät kommt, den bestraft der Fussball

Eine kleine Unaufmerksamkeit in der 31. Minute entscheidet das Spiel zu Gunsten der Basler. Über 90 Minuten betrachtet war der Sieg zwar nicht gestohlen – allerdings auch nicht zwingend.

Bereits in den ersten Minuten des Spiels, kam es zu vielen Fehlpässen, die resultierten, als der Ball aus der Verteidigung ins Mittelfeld gespielt wurden. Obwohl der erste Pass in die zweite Zone einen Abnehmer fand, endete die Ballstafette wieder und wieder im Kickers-Mittelfeld.

So blieben Torraumszenen oder Konter in den ersten 25 Minuten Mangelware. Überhaupt zeigte sich Kickers an diesem Nachmittag mit weniger Offensivdrang, als noch gegen in den Auswärtsspielen gegen Schötz oder Langenthal. Das war vor allem deshalb schade, weil die Basler an diesem Samstag keinen schnörkellosen Fussball spielten, offensiv zwar durchaus Akzente setzten, aber immer wieder Mängel in der Verteidigung offenbarten. Diese zeigten sich vor allem in den letzten zehn Minuten des Spiels, als die Kickers zum letzten Aufbäumen ansetzten.

Während Kickers in der ersten Halbzeit versuchte, einen gepflegten Spielaufbau anzupeilen, versuchten die Basler das Spiel zumeist über das Zentrum mit einem anschliessenden raumöffnenden Pass über die schnellen Flügelspieler gefährlich zu machen. Nach einem Fehlpass auf der linken Kickers-Seite eröffnete man dem Gegner nicht nur viel Platz, sondern auch die erste Tormöglichkeit. Allerdings wurde dieser vom gut reagierenden Nikolai Strässle vereitelte.

Der gleiche Spieler mutierte in der 31. Minute allerdings zur tragischen Figur. Als die Basler einen gefährlichen Konterangriff lancierten und mit einem Ball in die Tiefe die Kickers-Abwehr ausser Gefecht setzen, verlässt Strässle das Tor zu spät und holt den Stürmer von den Beinen. Penalty für die Basler. Unhaltbar versenkt Micic Branislav den Ball im Netz. Anders als noch in der Vorrunde, als man in Basel eine 0:5-Niederlage kassierte, fuhr Kickers nicht aus der Haut und versuchte am eigenen Spiel festzuhalten. Dass das Glück an diesem Samstag auf Kickers-Seite stand, bestätigte sich in der 33. und der 52. Minute, als Kalayci Seyfettin nur den Querbalken traf.

Die Kickers wurden ihrerseits, über das ganze Spiel betrachtet, vor allem aus der zweiten Reihe gefährlich. In der 63. Minute war es Leonardo Würmli, der zum Schuss ansetzte und den Basler Torhüter damit überraschte, indem der Ball immer länger wurde. Schliesslich lenkte der Goalie den Torversuch aber noch knapp am Pfosten vorbei. Anders als noch vor der Pause näherte sich Kickers der Box des Gegners immer mehr, allerdings schaut bis dahin nichts Zählbares heraus. Nach einem fehlgeschlagenen Dribbling im Zentrum wurde es gar wieder gefährlich vor dem Kickers-Tor. Ein Flankenball landete im Strafraum an Kevin Kisungus Hand. Glück für Kisungu, dass der Schiedsrichter dieses Handspiel nicht ahndete.

In der 73. Minute war es wiederum Kisungu, der im Strafraum, dieses Mal in jenem des Gegners, für Furore sorgte. Er tankte sich an der Seite durch, allerdings fehlte beim folgenden Flankenball die Kraft, so dass der Ball unbedrängt von einem Basler-Verteidiger abgefangen werden konnte. Über das ganze Spiel betrachtet, hatten die Kickers sicherlich die eine oder andere gute Gelegenheit, via Kopfball oder Flanke im Strafraum des Gegners für Gefahr zu sorgen. Allerdings zeigte sich relativ deutlich, dass man in Puncto Kopfballstärke gegen Teams aus der ersten Liga vielfach das Nachsehen hat.

So beispielsweise in der 80. Minute, als Leandro Coelho Nunes in den Strafraum des Gegners Flanke, dort aber vergeblich auf einen Kickers-Kopf hoffte. Zwar zeigte sich Kickers vor allem in der zweiten Halbzeit torgefährlicher als in der ersten Halbzeit. Trotzdem reichte es am Ende für die Kickers nicht, in den letzten zehn Minuten aufs Offensiv-Gaspedal zu drücken. Yahia Abaidia sorgte in der 90. Minute für Herzklopfen, als er aus rund 30 Meter abzog. Als Flankenball gedacht, wurde der Ball immer länger und musste in letzter Sekunde vom Basler-Torhüter Steven Oberle über die Latte in den

Eckball geklärt werden. Über 90 Minuten betrachtet, wäre dieser Punktegewinn aber der Belohnung zu viel gewesen. Jedoch darf man monieren, dass Kickers bereits einige Male gegen andere Teams das eine oder andere Mal selber genügend Pech bekundet hatte. Wonach also ein Punktegewinn doch verdient gewesen wäre. Nur leider existiert der Konjunktiv im Fussball bisweilen immer noch nicht.

Aufstellung FC Kickers Luzern: Strässle Nikolai, Kisungu Kevin, Fischer Till, Kurmann Dario, Beever Lachlan, Villiger Sandro ©, Fischer Philippe, Abaidia Yahia, Aneas Barrios Eloy, Würmli Leonardo, Nunes Coelho Leandro Tiago

Aufstellung Black Stars: Oberle Steven, Farinha E Silva Ricardo ©, Micic Branislav, Mandal Marco, Uruejoma Moyo Ola, Binaku Bledar, Mumenthaler Tobias, Mbatchou Jasmin, Kalayci Seyfettin, Gaye Oumar, Sprich Ridje

Tor: 0:1 Micic Branislav 31. Minute (FC Black Stars Basel)

Ersatz FC Kickers Luzern: Beganovic Eldin, Dere Velat, Kistler Marco, Manuel Maumar Mauricio, Jelmini Manuel, Blagojevic Nikola, Raijc Krisian

Ersatz FC Black Stars: Covella Luciano, Dieng Sidy, Alic Ermin, Flocken Yannick, Hasler Pascal, Boulahdid Nabil Nacer, Ferreira Martins Daniel Fernando

Bericht: Marjana Ensmenger

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