Gepunktet für die Moral

Gepunktet für die Moral

Eigentlich hätte in der dritten Minute bereits 1:0 für Kickers stehen müssen, hätte Leandro Coelho Nunes den Ball ein wenig tiefer auf das Tor köpfeln können. Am Ende resultierte trotzdem nur ein Unentschieden – aber es war ein wichtiger Punkt für die Moral. Auch wenn rückblickend mehr möglich gewesen wäre.

Sie war typisch, die dritte Minute im Spiel von Kickers. Wie so oft in dieser Saison landete der Ball anstatt im Tor, auf der Querlatte. Bälle, die in der Aufstiegssaison noch im Tor landeten, verfehlen das Tor dieses Jahr auf bizarre Weise. Es wäre der gewünschte Start nach Mass gewesen.

Das Spiel zwischen dem Mittelfeldteam aus Zug und den Kickers lieferte am Ende dann auch ein Resultat, das an Spektakel wenig zu bieten hatte. Das Spiel fand nicht nur vorwiegend im Mittelfeld statt, auch Torabschlussszenen waren (zumindest) in der ersten Hälfte, abgesehen von Coelhos Kopfball und Zugs Lattenschuss in der 20 Minute, Mangelware.

Beide Teams tasteten sich in den ersten Minuten ab. Man versuchte dem Gegner nur so viel Raum zu ermöglichen, wie er benötigte, ohne ihn gefährlich werden zu lassen. In beiden Reihen war es vor allem Ballverluste der Mittelfeldzone in die Box, die das eine oder andere Mal für Nasenrümpfen auf der Tribüne sorgten. Zug bekundete allerdings weniger Mühe, vor das Kickerstor zu gelangen. So waren in der 13. Minute nur gerade zwei Pässe nötig, um die Kickers-Abwehr schlecht aussehen zu lassen. Zu Fehlern in der Vorwärtsbewegung reihten sich individuelle Fehler. Einer eben dieser Fehler unterlief in der 28. Minute einem Kickers-Innenverteidiger, zu wenig stark auf Torhüter Beganovic spielte. Zug seinerseits war aber an diesem Nachmittag auch nicht konsequent genug im Abschluss und verfehlte das Tor in dieser Szene nicht haarscharf, sondern relativ deutlich.

Es lief bereits die 32. Minute, als Marco Kistler sich den Ball nahe der Strafraumgrenze bereit legte und draufhielt. Aber wie so oft in diesem Spiel resultierte auch in dieser Szene kein Tor. Die Kickers zeigten dadurch aber, dass sie durchaus in der Lage sind, für Gefahr zu sorgen.

Nach der Pause war es wiederum Zug, das mit einem Eckball dem Tor näher kam. Eine ähnliche Szenerie zeigte sich in der 59. Minute vor dem Kickers-Tor. Nach einem Freistoss von Zug wurde es hektisch vor Torhüter Beganovic. Der Ball konnte aber noch rechtzeitig aus der Gefahrenzone spedierte werden. Die 67. Minute gehörte wiederum den Kickers. Nach einem guten Vorstoss über die rechte Seite legte Leandro Coelho auf Leonardo Würmli auf. Der Abschlussversuch wurde von einem Zuger Verteidiger aber geblockt und in den Eckball abgelenkt. Der Vorstoss von Kickers kam sicherlich gelegen, denn zu diesem Zeitpunkt erhielt Zug immer mehr auftrieb.

Bis zur 80. Minute zeigte sich wiederum ein ähnliches Bild wie in der ersten Hälfte. Gefährliche Bälle, die in die Box des Gegners gespielt wurden, sah man auf beiden Seiten selten. Und dann brachen schliesslich die letzten zehn Minuten des Spiels an. Diese wiederum gehörten Kickers. Die beiden eingewechselten Aussenspieler Eloy Aneas Barrios und Beever Lachlan tankten sich gemeinsam auf der Seite durch. Barrios spielte auf Lachlan in der Mitte, dieser schoss aber aus aussichtsreicher Position am Tor vorbei.

Im Nachhinein wäre an diesem Tag sicherlich mehr als nur ein Punkt dringelegen. Weil sich aber die Kickers ihrerseits nicht besser zu verkauften vermochten als Zug, bleibt es bei einer fairen Punkteverteilung. Es gilt, die neugewonnen Moral auch im nächsten Spiel mitzunehmen und Punkte einzufahren. Wie diese letztlich gewonnen werden, interessiert im Abstiegskampf am Ende niemand – entscheidend ist, am Ende der Saison über dem Strich zu stehen.

Tore: keine

Aufstellung Zug 94: Weiss Marco, Wüest Julian, Ntsika Erick, Riedweg Manuel, Peter Nicola, Martino Pasquale, Burkard Ruben, Palatucci Davide ©, Mehidic Mirzet, Festic Kemil

Aufstellung FC Kickers Luzern: Beganovic Eldin, Kisungu Kevin, Kurmann Dario, Fischer Till, Kistler Marco ©, Brzovic Marko, Fischer Philippe, Villiger Sandro, Abaidia Yahia, Würmli Leonardo, Nunes Coelho Tiago Leandro

Ersatz Zug 94: Elsener Alexander, Veljkovic Damjan, Pozder Denis, Bertucci Luca, Yebra Basilio Samuel

Ersatz FC Kickers Luzern: Strässle Nikolai, Presas Abreu Joao Ricardo, Dere Velat, Beever Lachlan, Manuel Maumar Mauricio, Aneas Barrios Eloy, Raijc Kristian

Bericht: Marjana Ensmenger

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