FC Kickers III – Inter Altstadt 5-4
Aufstellung:
Tor: Steffen
Verteidigung: Wandeler (45. Kaneshalingam), Erni, Mahawattage (65. Wandeler), Bolfing (45. Lardieri)
Mittelfeld: Fischer, Wehrle, Schäuble
Sturm: Pinelli (80. Bieri), Bieri (45. Sutter), Künzler I. (75. Bolfing)
Tore: Pinelli (2), Schäuble, Fischer, Bolfing
Für das erste Meisterschaftsspiel der Rückrunde wurde Inter Altstadt zum Abendspiel auf Tribschen empfangen. Um den Anschluss an die Spitze zu wahren und die von hinten anrückenden Gegner auf Distanz zu halten, musste in diesem Startspiel unbedingt ein Sieg her. Die Mannschaft von Kickers schien sich der Ausgangslage bewusst und startete entschlossener in die Partie. Dennoch brauchte es rund zehn Minuten, um die Anfangsnervosität abzulegen und sich mit den äusseren Bedingungen des holprigen und schmalen Rasenfeldes anzufreunden. Dann verstärkte Kickers den Druck und immer wieder gelang es über dir rechte Seite gefährlich in Richtung des gegnerischen Tores zu kommen. Schliesslich war es Schäuble, der mit Tempo in den Strafraum eindrang, zu Pinelli passte, der schliesslich den Ball zur verdienten Führung versenkte. Inter war bis zu diesem Zeitpunkt harmlos und versuchte sich erfolglos mit hohen Bällen. Bis ungefähr nach einer Viertelstunde wieder ein solch langer Ball in den Sechzehner der Kickers geschlagen wurde: Ein Missverständnis zwischen Verteidiger Erni und Torhüter Steffen führte dazu, dass der Ball im Strafraum aufsetzte und ein flinker Inter-Spieler sich zwischen die beiden schob und ein Kopfballduell provoziert, so dass Erni am eigenen Torhüter vorbei einköpfte. Kickers schien geschockt. Nur wenige Minuten später, wurde der linke Flügelspieler von Inter vergessen, der das zweite Tor und somit die Führung für die Gäste realisieren konnte. In der Folge drückte aber wieder das Heimteam und das Spiel verlagerte sich wieder in die Hälfte von Inter. Nach einer Aktion über Wehrle und Fischer erzielte Bieri den vermeintlichen Ausgleich, der aber wegen Abseits knapp, aber zurecht, aberkannt wurde. Kurz darauf folgte ein Eckball von Pinelli von rechts, scharf auf den kurzen Pfosten zum heraneilenden Schäuble, der den Ausgleich und 2-2 Halbzeitstand bewerkstelligen konnte.
In der zweiten Hälfte zeigte sich ein ähnliches Bild wie in der Ersten. Kickers war bemüht das Spiel zu machen und erspielte sich die Chancen, doch wieder war es der Gegner, der die ihm wenig gebotenen Chancen eiskalt ausnutzte. Nach einem Zusammenstoss im Strafraum bleiben zwei Verteidiger von Kickers liegen und ein Inter-Spieler kann alleine mit dem Ball zum Tor ziehen. Den scharfen Flachpass in die Mitte verwandelt zu allem Unglück aber Lardieri, der vor dem am langen Eck wartenden Stürmer klären wollte. Zum Glück litt Pinelli an diesem Tage unter dem Messi(e)-Syndrom und verursachte ständig Unordnung in der gegnerischen Abwehr. Er fasste sich schliesslich ein Herz und schoss mit Schmackes aus 20 Meter ins hohe linke Eck. Der erneute Ausgleich brachte die Wende. Nun war Kickers am Drücker und erspielte sich Chance um Chance. Die grösste hatte Sutter, der nach einem Lattenschuss von Fischer versuchte, den halbhoch zurückspringende Ball direkt zu verwandeln, aber leider über das Tor schoss. Nach einem erneut schön vorgetragenen Angriff kam Fischer an den Ball und konnte aus acht Metern einschieben und die längst fällige Führung bewerkstelligen. Und es kam noch besser: Nach einem Eckball brauste der inzwischen wieder eingewechselte Bolfing heran und nickte mit einem wuchtigen Kopfball zum 5-3 ein. Doch es hatte sich noch nicht ausgezittert. Ein weiteres Missverständnis in der Innenverteidigung führte zu einem weiteren Geschenk für den Gegner, der noch einmal verkürzen konnte. Dabei blieb es allerdings, und schliesslich konnte man sich gegenseitig zum hart erkämpften und gesamthaft verdienten Sieg gratulieren.